Investitionen in Südosteuropa/Einführung
Für die wirtschaftliche Stabilisierung der Balkanländer ist - dies hat sich in Osteuropa in den vergangenen Jahren immer wieder bestätigt - ausländisches Kapital schlicht conditio sine qua non. Besonders das Interesse deutscher Unternehmen ist hoch. Vor dem Krieg auf dem Balkan zählten sie zu den wichtigsten Partnern der Wirtschaft Jugoslawiens.
Schon das ehemalige Jugoslawien verfügte über eine sehr lange, weit in die Zeiten des Sozialismus zurückreichende Tradition ausländischer Direktinvestitionen. Schon im Jahre 1967 waren Joint Venture ausländischer Unternehmen mit Unternehmen der Arbeiterselbstverwaltung möglich. Im Jahre 1988 wurden mit dem Gesetz über die Unternehmen die den sozialistischen Gegebenheiten angepassten klassischen Formen der Handelsgesellschaften in Jugoslawien (wieder) eingeführt.
Dieser Reformprozess, der damals eine ungewöhnliche Annährung eines osteuropäischen Landes an die Europäische Gemeinschaft darstellte, wurde durch dessen Zerfall, daran anschließenden Bürgerkrieg und die isolierte Stellung einzelner nach dem ehemaligen Jugoslawien entstandenen Staaten für mehrere Jahre unterbrochen. Während die meisten Länder Ostmitteleuropas bereits ein Mitgliederer der EU geworden sind, ist die Region heute eine der ärmsten Europas. Der daraus entstandene angewachsene Bedarf an Investitionsgütern und Wiederaufbauleistungen stellt andererseits großes Potential dar.
Die grundlegende Voraussetzungen für Investitionen - politische Sicherheit und Rechtssicherheit - sind in den neu entstandenen Ländern zumindest im Ansatz geschaffen. Die Entwicklungen einzelner Balkan-Länder hatten jedoch nach dem Zerfall Jugoslawiens unterschiedliche Wege, haben ungleiche Stufen erreicht und sind mit einzigartigen Gefahren verbunden. Vor jeder wirtschaftlichen Aktivität sind die rechtlichen, wirtschaftlichen sowie tatsächlichen Voraussetzungen genau zu untersuchen.
- Bosnien-Herzegowina
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- Montenegro
Ihr Ansprechspartner: Rechtsanwalt Zoran Barac
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